Mail-Weiterleitungsregeln erkennen & stoppen
Nach einer Kontoübernahme ist der erste Schritt vieler Angreifer eine unscheinbare Postfachregel: Eingehende Mails werden still an eine externe Adresse weitergeleitet. Das Konto wirkt unauffällig, während Daten kontinuierlich abfließen. Genau deshalb gehören Weiterleitungsregeln zu den wichtigsten Frühwarnsignalen.
Warum Angreifer Weiterleitungen lieben
- Persistenz: Die Exfiltration läuft weiter, selbst wenn der Zugang später wieder gesperrt wird.
- Unauffälligkeit: Regeln tragen oft kryptische oder leere Namen und fallen im Alltag nicht auf.
- Reichweite: Rechnungen, Passwort-Resets und vertrauliche Threads landen automatisch beim Angreifer.
Drei Arten von Weiterleitung
- Posteingangsregeln (Inbox Rules): pro Postfach angelegt, oft mit „forwardTo" an eine externe Adresse.
- Postfach-Weiterleitung (Mailbox Forwarding): auf Postfachebene konfiguriert.
- Transportregeln (Mail Flow): organisationsweit – besonders kritisch.
So erkennst du sie
- Posteingangsregeln je Postfach prüfen (Exchange Online / Graph
messageRules). - Im Überwachungsprotokoll nach
New-InboxRuleundSet-Mailboxmit Weiterleitung suchen. - Auf Regeln mit externen Zieladressen besonders achten.
Sofort handeln und vorbeugen
Verdächtige Regel deaktivieren, Sitzungen widerrufen, Passwort zurücksetzen und den Vorfall dokumentieren. Vorbeugend: automatische externe Weiterleitung per Outbound-Spam-Richtlinie blockieren und Alerts für neue Weiterleitungsregeln einrichten.
Mit TenantSecure
TenantSecure erkennt neue Weiterleitungsregeln alle 5 Minuten – über alle Mandanten hinweg und ausschließlich anhand von Metadaten (Regelname, Zieladresse, Zeitpunkt). Nachrichteninhalte werden dabei nie gelesen oder gespeichert.
Heimliche Weiterleitungen sofort bemerken?
TenantSecure erkennt neue Weiterleitungsregeln alle 5 Minuten – über alle Mandanten hinweg und ausschließlich anhand von Metadaten, nie anhand von Nachrichteninhalten.